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Förderprogramm GründungsBonus in Berlin: Ein Leitfaden für Startup-Erfolg

In der dynamischen Startup-Szene Berlins sind innovative Geschäftsideen und unternehmerischer Mut allgegenwärtig. Doch ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, erfordert mehr als nur eine brillante Idee – es braucht Kapital, Ressourcen und Unterstützung. Genau hier setzt das Förderprogramm GründungsBonus an, das speziell darauf abzielt, Startups und Gründer:innen in der Hauptstadt Starthilfe zu geben, um bspw. einen ersten Prototypen zu erstellen und damit z.B. die Chancen einer Finanzierungsrunde durch Business Angels oder VCs zu erhöhen oder auch einfach im Rahmen des bootstrappings die runway zu verlängern. In diesem Blog-Artikel beleuchten wir das Programm, erläutern die Voraussetzungen und geben wertvolle Tipps, worauf es bei der Bewerbung ankommt.

Was ist der GründungsBonus?

Der GründungsBonus ist ein Förderprogramm in Berlin, das speziell dafür entwickelt wurde, junge Unternehmen in ihrer frühen Gründungsphase – den ersten 12 Monaten nach Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages – finanziell zu unterstützen. Es handelt sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, was natürlich ein entscheidender Vorteil für jede Unternehmensgründung ist. Die Förderquote ist mit 50% sehr attraktiv und kann den finanziellen Druck in den ersten beiden Geschäftsjahren erheblich mindern.

Wer ist antragsberechtigt?

Um euch für den GründungsBonus zu qualifizieren, müsst ihr einige Kriterien erfüllen. Euer Startup muss:

  • in Berlin ansässig sein,
  • das Unternehmen darf nicht älter als 12 Monate sein,
  • ein technologisches, digitales, kreatives oder nachhaltiges Geschäftsmodell vorweisen,
  • ein erkennbares Markt- und Wachstumspotenzial haben.

Welche Ausgaben werden gefördert?

Der GründungsBonus deckt eine breite Palette von Ausgaben ab, die für die Gründung und das Wachstum eures Startups relevant sind. Dazu gehören:

  • Material- und Investitionskosten,
  • Betriebsausgaben wie Miete, Marketing oder Kommunikation,
  • Personalkosten (inkl. Gründer-Gehälter), die bis zu 50% des Zuschusses ausmachen können,
  • Kosten für externe Dienstleistungen wie Freelancer oder IT-Dienstleister.

Wie hoch ist die Förderung?

Das Förderprogramm sieht vor, dass ihr bis zu 50% eurer förderfähigen Kosten als Zuschuss erhalten könnt, jedoch maximal 50.000€ Zuschuss bei 100.000€ Gesamtkosten. Diese Summe bedeutet eine erhebliche finanzielle Entlastung für junge Unternehmen und kann entscheidend für die Realisierung eures Projekts sein. Die Verdopplung des investierten Kapitals ist natürlich genauso für Investoren wie Business Angels interessant, die über dieses Programm sofort die Kapitalausstattung des Startups verdoppeln, die runway verlängern und so die Erfolgschancen massiv erhöhen können, ohne dass die Anteile der Gründer oder Investoren weiter verwässern. Zusätzlich können Gründerinnen weitere 10.000€ für mehrheitlich von Frauen geführt Startups im Rahmen des GründerinnenBONUS beantragen.

Antragsverfahren und Fristen

Die Antragsstellung für den GründungsBonus ist ein mehrstufiger Prozess, der eine sorgfältige Planung und Vorbereitung erfordert. Zu den erforderlichen Schritten gehören:

  1. Erstellung eines hochqualitativen und an die Anforderungen des Förderprogramms angepassten Businessplanes inkl. Finanzplan (Umfang ca. 30 Seiten).
  2. Ausfüllen der zahlreichen Formulare und Bereithalten weiterer notwendiger Dokumente.
  3. Einreichung des Antrags: Die Antragsstellung erfolgt online und muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen. Zudem muss das Antragsformular original unterzeichnet an die Förderbank geschickt werden.
  4. Nachweis der Gesamtfinanzierung: Ihr müsst nachweisen, dass die Gesamtfinanzierung eures Vorhabens gesichert ist. Berücksichtigt dabei, dass Zuschüsse immer dem Erstattungsprinzip folgen, d.h. ihr müsst erst Geld ausgeben und dann die Rechnungen sowie Zahlungen nachweisen. Erst dann bekommt ihr nach ausführlicher Prüfung durch die Förderbank 50% der tatsächlich förderwürdigen Rechnungsbeträge zurück auf euer Konto überwiesen. Ihr müsst eure Ausgaben also vorfinanzieren. Beachtet das im Liquiditätsplan.
  5. Die finale Zusage kann bis zu sechs Monate dauern. Die Kosten sind aber bereits direkt nach  Einreichung förderwürdig.

Bitte beachtet, dass die Bewilligung voraussichtlich erst im nächsten Jahr stattfindet und plant eure Finanzierung dementsprechend.

Tipps für eine erfolgreiche Antragstellung

  • Haltet euch genau an die Richtlinien des Programms und stellt sicher, dass alle Dokumente vollständig und fristgerecht eingereicht werden.
  • Seid präzise und realistisch bei der Darstellung eures Geschäftsmodells und eurer Finanzplanung. Ihr braucht hier keinen sehr optimistischen VC-Finanzplan, sondern einen für eine konservative (Förder-)Bank.
  • Achtet darauf, ob ihr überhaupt förderwürdig seid. Besonders ärgerlich ist nämlich, wenn ihr den doch enormen Antragsaufwand auf euch nehmt, obwohl ihr überhaupt nicht dafür geeignet seid. Daher ist eine Vorab-Einschätzung auf jeden Fall sinnvoll.
  • Ebenso ungünstig ist es, wenn eigentlich geeignete Startups abgelehnt werden, weil formale Fehler im Antrag gemacht wurden. Achtet daher wirklich penibel auf die Vorgaben in der Richtlinie.

Mehrwert einer Zusammenarbeit mit Dimler&Karcher

Die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Unternehmensberatung wie Dimler&Karcher kann entscheidend sein, um die komplexen Anforderungen von Förderprogrammen zu navigieren. Unser Team bietet euch:

  • Umfassende Beratung zu öffentlichen Förderprogrammen,
  • Unterstützung bei der Strukturierung eures Projekts im Rahmen von Förderprogrammen,
  • Erhöhung eurer Chancen auf eine Bewilligung und
  • Zeitersparnis bei der Antragsstellung durch detaillierte Kenntnisse der Anforderungen.

Fazit

Der GründungsBonus bietet eine hervorragende Möglichkeit für Startups in Berlin, finanzielle Unterstützung in der kritischen Anfangsphase zu erhalten. Mit den richtigen Informationen und einer strategischen Vorbereitung könnt Ihr die Chancen auf eine erfolgreiche Bewilligung erheblich steigern. Nutzt die Unterstützung eines erfahrenen Partners wie Dimler&Karcher, der sich mit solchen Förderanträgen auskennt. Stellt den Beratungskosten eure Zeit gegenüber, die es bräuchte, um sich auch nur annähernd in die Förderthematik einzulesen und auch die deutlich höheren Erfolgschancen, wenn ihr professionelle Unterstützung bekommt.

Der Autor

Dr. Boris Karcher

Dr. Boris Karcher

Dr. Boris Karcher ist Partner der Dimler&Karcher Unternehmensberatung und berät Startups sowie mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung bzw. Optimierung von Geschäftsmodellen und Finanzierungsstrategien. Er promovierte zum Thema „Finanzierung und Förderung innovativer KMU in Deutschland“. Darüber hinaus war er Dozent an diversen Hochschulen zu den Themenbereichen Unternehmensstrategie, Finanzierung und Startup-Management.